Die Stadtkirche
Das Zentrum Alt-Langens ist die zwischen 1879 und 1883 errichtete Stadtkirche. Bei ihrer Einweihung wurden dem Marktflecken Langen von Großherzog Ludwig IV. am 26. August 1883 die Stadtrechte verliehen. Ludwig war mit Alice, der jüngsten Tochter Königin Victorias von Großbritannien, verheiratet.
1959 veränderte man den Innenraum der Kirche nach dem damaligen Zeitgeschmack. Als 1995 eine Renovierung notwendig wurde, entschied sich die Kirchengemeinde, die ursprüngliche Gestaltung von 1883 zum Vorbild zu nehmen. Seit 1997 erstrahlt das Kirchenschiff wieder in der Farbenpracht der Neugotik.
Stumpfer Turm - Zeitzeuge im historischen Kern
Die Bachgasse mit dem sog. Stumpfen Turm, erbaut um 1300 als Teil der Ortsbefestigung, und die davorliegende Weiherwiese zeigen das beliebteste Bildmotiv Alt-Langens. Der Sterzbach ist und bleibt ein Anziehungspunkt für Kinder.
Altstadt zwischen dem Stumpfen und Spitzen Turm
Im Altstadtkern findet man noch viele Fachwerkhäuser, die im 18. und frühen 19. Jahrhundert erbaut wurden. Die 150 Jahre alten Kniestockhäuser aus Blendsteinmauerwerk fügen sich harmonisch ins Bild.
Spitzer Turm - Nordöstliche Grenze der Stadt
Der Spitze Turm, dessen Dach - im Gegensatz zum gleichaltrigen Stumpfen Turm - erhalten ist, bildet auch heute noch die nordöstliche Ecke des bebauten Gebietes der Stadt. Das Wagenrad auf seiner Spitze erinnert daran, dass hier früher Störche nisteten. Der Spielplatz zu seinen Füßen, "der Turngarten" ist seit Jahrzehnten Treffpunkt für Kinder und Jugendliche.
Der Vierröhrenbrunnen
Der Vierröhrenbrunnen brachte schon 1553 Trinkwasser aus dem Mühltal. Seit Anfang des 17. Jahrhunderts ziert ihn ein steinerner Löwe. Während des alljährlichen "Ebbelwoi-Festes" spendet der Brunnen das Leibgetränk der Alt- und Neubürger Langens, den Apfelwein.
Altes Rathaus - Fahrgasse
Die Fahrgasse war für Jahrhunderte die einzige Durchgangsstraße Langens. Dort befanden sich mehrere Gasthöfe, die Durchreisenden Unterkunft und Verpflegung boten. Das Gebäude des ehemaligen "Gasthauses zur Sonne", in dem sich 1774 Goethe und Merck trafen, ist heute Teil des Scherer-Geländes. Das "Gasthaus zum Stern" machte 1826 dem klassizistischen Bau des alten Rathauses Platz. In unmittelbarer Nähe der Fahrgasse steht das 1843 errichtete Gebäude der ehemaligen Bachschule.
Fachwerkkulisse an der Fahrgasse
In den letzten Jahrzehnten wurde an zahlreichen Gebäuden der Fahrgasse die alte Fachwerkstruktur freigelegt. Gemütliche Weinlokale findet man in den liebevoll sanierten Häusern ebenso, wie das Atelier eines Goldschmiedes und einen hochmodernen Lithographiebetrieb.
Wassergasse und Obergasse
In der Obergasse stehen Langens älteste Häuser, die zum Teil noch im 17. und 18. Jahrhundert erbaut wurden. Aber auch das zweihundert Jahre später errichtete Gebäude fügt sich nahtlos in die Häuserfront ein. Die Wassergasse bildet die Fortsetzung der Obergasse nach Westen (www.wassergasse-langen.de). Alljährlich an einem Sonntag im September ist sie Teil des Langener Marktes, der sich über die Bahnstraße fast bis zum Bahnhof zieht.
Naherholungszone
Wenige Schritte von der Altstadt entfernt, erstreckt sich vor der alten Ortsbefestigung eine Zone der Ruhe und Beschaulichkeit mit Gärten, ehemaligen Mühlen und Obstbaumgrundstücken.
Die Grenze der Altstadt nach Osten
Wie seit Jahrhunderten endet die Bebauungsgrenze im Osten an der mittelalterlichen Ortsbefestigung. Sie grenzt an einen Grüngürtel. Wo heute Obstbäume stehen, wuchsen früher Weinreben.