Der zweite Blick

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Der zweite Blick

Der zweite Blick

 

„Im Grunde bin ich kein Künstler“, so Stefan Kleinhenz, der meint, dass er nur im richtigen Augenblick auf den Auslöser drückt. Die Ergebnisse lassen den Betrachter staunen. Was er da sieht, sind nicht nur einfach Bilder, sondern ganze Geschichten. Kleinhenz öffnet den Blick für die Kleinigkeiten des Lebens, den Blick für das Detail, den zweiten Blick eben.

Der studierte Ethnologe, den immer wieder das Fernweh packt, hat schon früh seine Leidenschaft für die Kamera entdeckt. Denn mit seinen Bildern kann er ausdrücken, was Worte nur schwer vermögen. Die Erkenntnis nämlich, dass die Menschen aller Kulturen im Kleinen betrachtet, letztlich alle ähnlich sind. „In ihren Sehnsüchten, Wünschen, Hoffnungen und Ängsten“ gleichen wir uns alle, so der Fotokünstler, der es versteht, die Realität in einem ganz neuen Licht zu zeigen. Gerade indem er weglässt, schärft er den Blick für das Wesentliche. Die Liebe zum Detail ist letzlich die Liebe zu dem großen Ganzen, dass alle verbindet. In seinen Fotos spiegelt sich die Unendlichkeit des Augenblicks.

Seinen Bildern fehlt alles Schwere, sie beeindrucken durch ihre Farbigkeit und Komposition. Alle Fotos sind echt und nicht am Computer nach bearbeitet. Die Bildkompositionen ziehen den unbeteiligten Betrachter magisch an. Am liebsten würde man in die Motive hineingehen, sie anfassen und die symbolischen Türen öffnen.

Kleinhenz ist nichts anderes als ein Künstler, der ganz bescheiden mit seinen Bildern der Welt seinen Blick auf die Welt zeigt und es versteht, genau im richtigen Augenblick auf den Auslöser zu drücken.