Wer verbirgt sich hinter
Pits Blog?
Pit merkt nicht, dass er zum fünften Mal den gleichen Film sieht. Er erschrickt darüber, dass plötzlich kleinste Kleinigkeiten eine Bedeutung in seinem Alltag gewinnen und er zum „Blockwart“ mutiert: Laubsaugerlärm, Bolzplatzgeschrei, Mülltonnengeklapper ... alles stört ihn. Mit Freunden und Bekannten verhält sich der „Alt-68er“ wie der letzte Spießer – sie reden nur noch über Rente, Pflegenotstand, Gesundheitsmisere und Todesanzeigen.
Eigentlich wollte er sein Auto abstoßen, sich einen Hund anschaffen und das Saxofonspiel erlernen. Doch dafür bleibt ihm einfach keine Zeit. Pit befindet sich nämlich in der sogenannten passiven Phase der Altersteilzeit. Er, der in jungen Jahren ein Psychologiestudium absolvierte, hat nun daraus die Lehren gezogen. Für ihn galt es, nicht in das große Loch zu fallen. Die Folgen: Jetzt muss er zum ersten Mal in seinem Leben einen Terminkalender stets bei sich führen. Von der Arbeit freigestellt, arbeitet er mehr als je zuvor, ohne allerdings daran einen Cent zu verdienen. Unterm Strich erfüllt er somit fast alle Klischees über den typischen „Ruheständler“.Pit kam auf der Gemarkungsgrenze zwischen Langen und Sprendlingen im Jahr 1949 als Hausgeburt auf die Welt. Er ist eine echter Langener Zeitzeuge und hat schon von Jugend an die Entwicklung der Stadt erlebt und intensiv verfolgt – auch und gerade von Berufs wegen.
Wie es Pit in seinem Alltag ergeht und warum er kein Autoradio mehr hört, kann jede Woche in dem „Pit Blog“ nachempfunden werden.