Fluglärm

Was ist Lärm

 

Lärm ist jedes unerwünschte laute Geräusch. Das Ohr nimmt die Geräusche auf und verarbeitet die darin enthaltenen Informationen. Lärm wird sehr subjektiv wahrgenommen, das heißt, jeder Mensch empfindet Geräusche unterschiedlich.

 

Geräusche entstehen durch Schwingungen und breiten sich in der Luft als Schallwellen aus. Die Stärke des Schalls, also die Lautstärke, kann man messen. Die Messgröße heißt Schalldruck, der angezeigte Messwert ist der Schalldruckpegel und wird in Dezibel angegeben. Je stärker ein Geräusch ist, desto mehr Menschen empfinden es als unangenehmen Lärm.

 

 

Aus Meinungsumfragen ergibt sich, dass der Straßenverkehrslärm mit Abstand als der größte Störfaktor empfunden wird. Nach Untersuchungen des Umweltbundesamtes fühlen sich 50% der Bürger vor allem durch Straßenverkehrslärm belästigt, 20% der Bürger sogar stark beeinträchtigt.

 

Fluglärm


Nach dem Straßenverkehr ist der Luftverkehr die bedeutendste verkehrsbedingte Ursache für Lärmbelästigungen in Deutschland. Bundesweit fühlt sich fast jeder Dritte durch Fluglärm belästigt. Hauptquellen des Lärms sind die Triebwerke, das Fahrwerk und die das Flugzeug umströmende Luft. Trotz technischer Entwicklungen bei der Lärmminderung am Flugzeug selbst, nehmen die Belastungen der Bevölkerung durch Fluglärm weiter zu. Grund sind die ständig ansteigenden Flugbewegungen, das Fehlen früher vorhandener Flugpausen und das Heranrücken der Wohnbebauung an den Flughafen. Derzeit werden etwa 640 Starts und 640 Landungen pro Tag am Frankfurter Flughafen abgewickelt. Durch die geplante Erhöhung der Flugbewegungen von derzeit 464.000 auf insgesamt 700.000 Flugbewegungen pro Jahr wird die Situation in der Rhein-Main-Region in Zukunft verschärft.

 

Flughafen Frankfurt

 

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Der Flughafen Frankfurt Main (FRA) ist der größte Flughafen Deutschlands. In der welt-weiten Rangliste der Airports belegte Frankfurt Ende 2007 beim Passagieraufkommen den achten und bei der Fracht den sechsten Rang. Im Jahr 2008 wurden insgesamt über 54 Millionen Passagiere befördert. Mit ca. 68.000 Beschäftigten und über 520 Arbeitsstätten und Betrieben ist der Frankfurter Flughafen die größte lokale Arbeitsstätte Deutschlands. Das Betriebsgelände umfasst eine Fläche von 19,4 Quadratkilometern. Als Frankfurt-Flughafen mit ca. 200 Einwohnern ist das Flughafengelände ein eigenständiger Stadtteil von Frankfurt am Main. Die Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide ist Eigentümerin und Betreiberin des Frankfurter Flughafens.

 

Vorläufiges Nachtflugverbot

 

Ab dem 31. Oktober 2011 dürfen auf dem Frankfurter Flughafen vorläufig nachts, zwischen 23 und 5 Uhr, keine Flugzeuge starten oder landen. Der hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel hat ein Nachtflugverbot verhängt. Nach dem Planfeststellungsbeschluss sollten zwischen 23 und 5 Uhr 17 Flüge erlaubt sein. Dagegen hatten mehrere Kläger aus der Region einen Eilantrag gestellt. In Konsequenz zur Beanstandung des Planfeststellungsbeschlusses haben die Richter in Kassel daraufhin mit Beginn des Winterflugplans am 30.10.11 ein Nachtflugverbot erlassen. Ein abschließen-des Urteil zu den Nachtflügen vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wird im Frühjahr 2012 erwartet.

 

Neue Landebahn


Die neue Landebahn wurde am 21.10.2011 in Betrieb genommen. Nun wird bei Betriebsrichtung West (25) der Frankfurter Süden unmittelbar im Endanflug überflogen.

 

Verlegung des nördlichen Gegenanflugs


Im Rahmen einer Neustrukturierung des Luftraums über der Rhein-Main-Region sind am 10. März 2011 neue Anflugregelungen in Kraft getreten.

 

Wo kann ich mich über Fluglärm beschweren?

 

Für alle Bürgeranfragen zu den Themen Fluglärm und Flughafenausbau hat die Fraport AG unter 0800 2345679 ein kostenfreies Infotelefon eingerichtet.
Registrieren Sie ein ungewöhnlich lautes Flugzeug oder vermuten Sie eine massive Kursabweichung, können Sie Ihre Fluglärmbeschwerde an die Fraport AG auch schriftlich in Briefform oder durch eine E-Mail an die Fraport AG richten.

 

Fraport AG

Servicestelle Nachbarschaftsanfragen
RAV-AU/NA
60547 Frankfurt am Main
per E-Mail über die Homepage

 

RP-Darmstadt
Thomas Strubel
Raum 2306
Wilhelminenstraße 1 - 3
64278 Darmstadt
Telefon: 06151 12-8921
Telefax: 06151 12-5926

 

Fluglärmschutzbeauftragter

 

Zur Wahrnehmung von Aufgaben der Fluglärmbekämpfung im Rahmen der Luftaufsicht bestellt das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung für den Flughafen Frankfurt Main einen Fluglärmschutzbeauftragten. Der Fluglärmschutzbeauftragte ist nicht für die Bearbeitung von Fluglärmbeschwerden zuständig. Dies ist Aufgabe der Fraport AG. Allerdings wird er nach konkreten Einzelhinweisen von Bürgerinnen und Bürgern tätig und überprüft die entsprechenden Flugbewegungen. Der Fluglärmschutzbeauftragte ist Mitglied in der Fluglärmkommission und im Forum Flughafen und Region. Dienstsitz des Fluglärmschutzbeauftragten ist der Flughafen Frankfurt Main. Anfragen an den Fluglärmschutzbeauftragten können schriftlich an die nachfolgende Adresse geschickt werden. Der Fluglärmschutzbeauftragte des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung am Frankfurter Flughafen, 60549 Frankfurt am Main.

Fluglärmmonitoring


Seit dem 1. März 2011 kann online anhand von Lärmkonturenkarten, die aktuelle Flugsituation im Rhein-Main-Gebiet, die Live-Lärmdaten von einzelnen Flügen und der Stand der Umsetzung der Maßnahmen des aktiven Schallschutzes eingesehen werden.

 

Flugplatz Egelsbach


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Der Flugplatz ist als Verkehrslandeplatz klassifiziert. Mit seinen rund 71.000 Flugbewegungen (2009) entlastet und ergänzt der Flugplatz Frankfurt-Egelsbach den Frankfurter Flughafen. Betreiber ist die Hessische Flugplatz GmbH Egelsbach. Zu Anfang gab es nur eine Grasstart- und Landefläche, später eine festgelegte Graspiste. Heute repräsentiert der Flugplatz einen Gewerbestandort mit rund 25 Unternehmen und ca. 700 Beschäftigten und dient als Basis von Polizeihubschraubern der Hessischen Polizei, zahlreichen Luftfahrtunternehmen, Betrieben, Flugschulen und Vereinen.

 

Am 3. Juli 2004 wurde nach 15-monatiger Bauzeit die Verlängerung der Start- und Landebahn - um 410 m auf insgesamt 1.400 m - in Betrieb genommen. Sie war auf Grund geänderter europäischer luftverkehrlicher Bestimmungen erforderlich, um den kommerziellen Betrieb für Flugzeuge bis 20 Tonnen aufrechtzuerhalten. Seit März 2008 verfügt der Flugplatz als einziger in Deutschland über getrennte Sichtan- und Abflugverfahren für schnelle und langsame Flugzeuge.

 

Im März 2009 erwarb das Unternehmen NetJets, 80 Prozent der Anteile an der Hessischen Flugplatz GmbH Egelsbach von den Altgesellschaftern Beteiligungsgesellschaft des Kreises Offenbach (39,22 Prozent Anteile) sowie Stadtwerke Offenbach (33,44) und Stadtwerke Langen (6,88). Die Gemeinde Egelsbach (11,02) und die Stadt Langen (9,44) durften aufgrund laufender Bürgerbegehren und nach einer Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs in Kassel nicht verkaufen. Am 27. September 2009 fanden in beiden Kommunen Bürgerentscheide statt, in denen sich jeweils eine Mehrheit der Wahlberechtigten gegen den Verkauf aussprach.

 

Fluglärmbeschwerden Flughafen Egelsbach


Wer Fragen zum Egelsbacher Flugplatz oder zum Fluglärm hat, kann sich unter der Telefonnummer Tel. 0800-6385387 informieren. Jeder Anruf ist kostenlos.

 

Ansprechpartner Allgemeine Angelegenheiten, Geschäftsführung der Fluglärmkommission für die Flugplätze Egelsbach

Regierungspräsidium Darmstadt

Herr Plich

Telefon: 06151 128121
E-Mail: thomas.plich@rpda.hessen.de

 

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gegen Fluglärm

 

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Am DFS-Campus 10

63225 Langen

E-Mail: Info@DFS.de

 

Kommunale

Arbeitsgemeinschaft

Flughafen Frankfurt am Main

 

RP Darmstadt

(Informationen über die

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dungen für bauliche
Schallschutzmaßnahmen

gegen den Fuglärm

des Verkehrsflughafens

Frankfurt/Main)

 
Umweltbundesamt

(Informationen über Lärm)


Interessensgemeinschaft
zur Bekämpfung des
Fluglärms e.V.


Bündnis der
Flughafeniniativen